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Sofie Borst-Mehl

Die Lebensgeschichte der südwestdeutschen Künstlerin Sofie Borst-Mehl und ihr Weg in die Malerei können zum jetzigen Zeitpunkt auf Grund der Quellenlage lediglich in Bruchstücken vorgestellt werden.
Die meisten Fragen zu ihrer Biographie wurden vom Sohn der Künstlerin beantwortet.

 1886   Am 23. Dezember wird Sofie Borst-Mehl als Sofie Eugenie Anna Mehl auf Schloss Mochental
(Kreis Ehingen/Donau) als neuntes von zehn Kindern des Ehepaares Otto Mehl (1839-1911) und Karoline Bieber (1848-1898) geboren.
 1893   Besuch der Volksschule in Kirchen und in Mundingen.
 1904   Tätigkeit als Erzieherin und Haustochter in Hannover und Jena.
 1908   Beginn einer Ausbildung zur Pianistin bei Richard Duß in Beuthen/Oberschlesien.
 1911   Erkrankung an Typhus und Gelenkrheuma. Sofie Borst-Mehl war deshalb gezwungen ihre
Ausbildung zur Pianistin abzubrechen.
 1912   Rückkehr nach Württemberg und Aufenthalt bei ihrer Schwester Berta Martin in Oberkochen
und ihrer Schwester Lil von Lupin in Ulm.
 1914   Arbeitet als Krankenschwester im Lazarett.
 1915   Ausbildung zur Malerin bei dem Porträt- und Landschaftsmaler Ferdinand Zix (1864-1942)
in Stuttgart.
Die meisten im Bestand der Sofie-Borst-Mehl-Stiftung befindlichen Ölbilder - Landschaften,
Porträts und Blumenstillleben – sind während ihrer Ausbildungszeit entstanden.
 1921   Ende der Ausbildung bei Ferdinand Zix.
Heirat mit Otto Borst (1891-1962).
 1922   Geburt ihres Sohnes Adolf Hermann.
Nach der Geburt ihres ersten Sohnes wird auch das Kinderbildnis Thema ihrer künstlerischen
Auseinandersetzung.
 1923   Umzug nach Mühlacker.
 1924   Geburt ihres Sohnes Hans und Umzug nach Ulm.
 1926   Geburt ihres Sohnes Karl.
 1931   Ausstellung in der Kunsthandlung Heim in Ulm.
Es gibt einen Hinweis, dass Bilder von Sofie Borst-Mehl vor 1931 auf Ausstellungen in Stuttgart gezeigt wurden.
 1932   Austritt aus der evangelischen Kirche und von nun an Mitglied der Glaubensgemeinschaft
‚Christian Science’.
 1933   Umzug nach Stuttgart.
 1941   Vom 1. bis 28. Mai unternahm Sofie Borst-Mehl zusammen mit ihrem Ehemann Otto Borst eine Reise nach Italien. Hier entstand ihr ‚Italienisches Tagebuch’ mit 68 Aquarellen, auf  denen sie ihre Reiseeindrücke - Landschaften und Stadtansichten Italiens - festgehalten hat.
 1942/44   Trennung von Otto Borst.
 1944   Flucht von Stuttgart auf die Schwäbische Alb.
 1945   Rückkehr nach Stuttgart und Schlaganfall mit rechtsseitiger Lähmung. Weitere Krankheiten folgten
 1949   Am 22. November starb Sofie Borst-Mehl in Stuttgart.

Verfasserin und Copyright:  Sigrid Mahn-Hutta M.A.


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